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Mitteilungen der Liedertafel Limmer
Ausgabe 1 / 2007

Ausgabe
4 / 06

Ehrenvorsitz (1 /07)
Laudatio (1 /07)
Freizeitheim (1 /07)
Wir haben einen Ehrenvorsitzenden
Bei der Jahreshauptversammlung am 17. Februar 2007 überreichte Wolfgang Schröfel, Vizepräsident des Deutschen Chorverbandes die Goldene Ehrennadel des DCV an Hugo Neuenfeld anlässlich der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.
Nach 37 Jahren als 1. Vorsitzender der Liedertafel Limmer hatte Hugo Neuenfeld sich im Jahre 2007 nicht mehr zur Wahl gestellt. In vielen anderen Vereinen wäre die Wahl eines neuen 1. Vorsitzenden sicher ein Kraftakt mit vielen Schwierigkeiten gewesen. Nicht so bei der LiLi ! Mit Umsicht hatte Hugo Neuenfeld schon über Jahre das Ende seiner Amtszeit als 1. Vorsitzender geräuschlos vorbereitet. Unter einigen möglichen Kandidaten für diese schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe war Thomas Neuenfeld als Kandidat gut vorbereitet und so stellte seine einstimmige Wahl durch die anwesenden Vereinsmitglieder eine logische, allseits akzeptierte Kontinuität in der Vereinsführung her.
Ein herzliches Dankeschön von allen Vereinsmitgliedern geht an Hugo Neuenfeld. Gleichzeitig begrüßen wir Thomas Neuenfeld in seinem neuen Amt.
hms
Wolfgang Schröfel (links) Hugo Neuenfeld (rechts)



Ehrenvorsitz (1 /07)
Laudatio (1 /07)
Freizeitheim (1 /07)
Laudatio vom 1. Kassierer Gerd Kneifel
Mit freundlicher Genehmigung von Gerd Kneifel geben wir seine Laudation, gehalten auf der Hauptversammlung der Liedertafel Limmer am 17. 02. 2007 für unseren bisherigen 1. Vorsitzenden, Hugo Neuenfeld, auszugsweise wieder:

„Wenn man wie Du, sein halbes Leben lang die Geschicke eines Chores als Vorsitzender geleitet und geprägt hat, scheidet man sicher mit einer großen Portion Wehmut.
Aber es erfüllt Dich sicher auch mit Stolz, dass Thomas sich bereit erklärt hat, Deine Arbeit in Deinem Sinne zum Wohle des Vereins fortzusetzen.
Du hast es verstanden in 37 Jahren mit nur drei Chorleitern, Herrn Sander, Herrn Pfeiffer und Herrn Nietsch unseren Chor bis heute konzertfähig zu halten - mit etwas Glück - aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige.
Wie kann man Dir danken ? Mit einem äußeren Zeichen ? Mit einem Bild ? Einer Vase ? Einem Teller mit Gravur ?
Wir haben uns im Vorstand entschlossen, im Namen aller Mitglieder einen Blumenstrauß zu überreichen. An ihm hängt ein Kuvert, dessen Inhalt nutze bitte zusammen mit Lisa, die Dich all die Jahre nicht nur als Ehefrau, sondern als Schriftführerin und rechte Hand begleitet hat. Bitte unternehmt etwas Schönes, von dem Ihr anschließend sagen könnt, das haben die Mitglieder unseres Chores geschenkt.
Es würde den Rahmen sprengen und ein abendfüllendes Programm werden, wenn ich alle Deine Verdienste um unseren Verein aufzählen wollte. Ich beschränke mich auf einige gravierende Dinge:
Du warst ja nicht nur Vorsitzender, sondern auch seit 1949 Liedervater und wirst es hoffentlich noch viele Jahre bleiben. Dein musikalisches Wissen hast Du unter anderem durch einige Kurse beim DAS vertieft.
Viele und große Konzerte wurden von Dir organisiert, mehrere im Kuppelsaal der Stadthalle. Zusammen mit Winfried Einbeck hattest Du die Organisation in festen Händen.
Herausragend war das Konzert zum 100-jährigen Jubiläum der Liedertafel mit der Chorgruppe Sander und dem Volkswagenorchester Wolfsburg.
Die Vorbereitungen zu diesen Jubiläumsfeierlichkeiten hatten über ein Jahr in Anspruch genommen. Im Frühjahr 1985 gab es einen Kommers bei Lange. Im Sommer dann ein Zeltfest gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr. An dem betreffenden Sonnabend einen Umzug durch Limmer und am Sonntag ein Festessen. Im Oktober das oben genannte Konzert „in der Kuppel“, in dessen Rahmen durch OB Schmalstieg die Zelter- Plakette überreicht wurde. Auch die folgenden Jubiläen wurden gebührend gefeiert: in der Loge (110 Jahre Liedertafel Limmer) und als 120-jähriger Verein im schönen Saal des Kleingartenvereins „Im Born“. Weiter gab es Konzerte in Wolfsburg, Wolfenbüttel und im Rathaus aus Anlaß der 700-Jahr Feier der Stadt Hannover.
Zwei Konzerte in Lund (Schweden) 1989 + 1994 waren verbunden mit wunderschönen Reisen. Das zweite Konzert fand im Saal der Universität Lund aus Anlass des 70-jährigen Bestehens der „Lund Allmänna Sangförenigung“ statt.
Zwei Gegenbesuche mussten organisiert werden. Ein Konzert und die Bewirtung im Freizeitheim waren in eigener Regie bewältigt. Ausflüge zur Deisteralm und in den Süntel bei Bad Münder, sowie Konzerte in der Schule im Fössefeld gehörten dazu.
Jährliche Weihnachtskonzerte im Freizeitheim waren und sind Kult in Limmer.
Viele Jahre Deiner Tätigkeit im Vorstand des DAS und als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Limmerscher Vereine waren ganz sicher nicht zum Nachteil für die Liedertafel. Als Ehrenmitglied der Feuerwehr ermöglichtest Du unser Wurstessen in der Fahrzeughalle. Auch Dein geliebter Preisskat wurde dort einige Male durchgeführt.
Alle Räumlichkeiten, die für unsere Veranstaltungen vorgesehen waren , wurden von Dir 3- 4 mal auf Tauglichkeit geprüft. Alles musste perfekt sein ! Die gleiche Gründlichkeit hat aus unseren 3- 4 tägigen jährlichen Fahrten immer wieder ein tolles Erlebnis werden lassen. Doch was Dich noch mehr auszeichnet sind die vielen kleinen Dinge:
*Wurstessen: Mitglieder sind krank oder verhindert; wer bringt am anderen Morgen ein Wurstpaket: Hugo
*Eisbein nach der Hauptversammlung; Mitglieder sind verhindert, wer bringt es ? Hugo
*Ein Mitglied muss plötzlich ins Krankenhaus – Anruf – zwei Stunden später ist er in Diekholzen im Krankenhaus. Wer hat ihn gebracht ? Hugo
*usw.usw.
So kamen im Laufe der Jahre tausende gefahrene Kilometer und Telefongespräche zusammen, ohne dass jemals ein Cent verlangt wurde.
Der Vorstand hat beschlossen - und er setzt das Einverständnis aller anwesenden Mitglieder voraus – Dich zu unserem Ehrenvorsitzenden zu ernennen.
Nun muss ich Dich der Form halber fragen: nimmst Du dieses Ehrenamt an ?
Du brauchst nur zu nicken ! “


Ehrenvorsitz (1 /07)
Laudatio (1 /07)
Freizeitheim (1 /07)
Freizeitheim Linden
In der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) erschien am 8. Februar 2007 im Stadtteil-Anzeiger ein Artikel über das seit 1961 bestehende FZH Linden, das sich in einem eher beklagenswerten Zustand befindet.
Dazu haben wir folgenden Leserbrief geschrieben, dieser erschien im Stadtteil-Anzeiger West am 8. März 2007:


Sehr geehrte Damen und Herren, gut, dass der Stadt-Anzeiger das Problem des Freizeitheims Linden aufzeigt.
Seit dem 6. August 1970 - also über 35 Jahre - ist unser Verein Mieter im FZH und probt dort montags abends im kleinen Saal. Wir konnten über die Jahrzehnte viele Höhen und Tiefen miterleben.
Leider ist die seinerzeit richtungweisende Idee eines Gemeinschafts-hauses immer mehr verwässert worden. Die umliegenden kleineren Gemeinden in Niedersachsen sind hier offenbar deutlich leistungs-fähiger. Schmucke Dorfgemeinschaftshäuser in fast jedem kleineren Ort sprechen eine beredte Sprache. Mitverantwortung und Engagement der Bürger tragen diese Einrichtungen auch bei knappen Kassen. In Hannover ist das FZH inzwischen wohl eher eine Last, als ein Vorzeigeprojekt für die Landeshauptstadt. Eine dezentralisierte Betreuung (Fachbereich Gebäudemanagement, Fachbereich Bildung und Qualifizierung, Leitung FZH u.a.?)lässt offenbar wenig Spielraum für Bürgernähe. Der Umbau vor rund zehn Jahren hat die Nutzung nicht vereinfacht oder verbessert, vielmehr diente dieser wohl eher der Erzielung zusätzlicher Einnahmen durch die geschaffene Gaststätte. Durchgreifende Instandsetzungsmaßnahmen gab es dagegen kaum, oder diese wurden abgebrochen oder nicht vollendet. Laufende Instandhaltung aber ist – wie jeder Hauseigentümer weiß - für jedes Gebäude notwendig. Leere Kassen der öffentlichen Hand sind keine ausreichende Begründung für die Vernachlässigung in den vergangenen Jahrzehnten. Es ist eine allseits bekannte Erscheinung, dass marode gewordene Substanz den Verfall beschleunigt und die Hemmschwelle für zerstörerisches Tun herabsetzt.
Es ist durchaus nicht so, dass die Nutzer hier kostenfrei oder gegen eine nur geringe Gebühr agieren können. Der Preis für 2,5 Stunden Miete des kleinen Saals (nach erneuter Preiserhöhung in 2007 nun 45 Euro pro Abend) wäre für eine vergleichbare Räumlichkeit auf jeden Fall nicht höher. Andere kleinere Räume im FZH sind für uns, aufgrund der Größe des Chores, nicht nutzbar.
Der Artikel des Stadt-Anzeigers beschreibt richtig, dass „Modernisierungsschübe“ den Trend umkehren könnten. Schade, wenn jetzt schon festzustehen scheint, dass 2007 noch nicht mit größeren Instandsetzungsarbeiten zu rechnen ist.

Davenstedt, Hans Michael Spoenemann, Liedertafel Limmer
Mitteilungen der Liedertafel Limmer
Ausgabe 1 / 2007