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Mitteilungen der Liedertafel Limmer
Ausgabe 3 / 2015
Ausgabe
2 / 15
Tenor (3/15)
Moor (3/15)
Gartenfest (3/15)
TENOR

Wir alle werden älter, das ist nichts Neues, dass sich somit auch die Reihen der aktiven Sänger lichten, ist in dieser Zeit auch nichts ungewöhnliches, Nachwuchs ist rar. Und so war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass Auftritte und Konzerte für unseren Chor nur noch schwer oder gar nicht mehr möglich sind. Ein Chor klingt nun mal nur mit einer größeren Zahl von Sängerinnen und Sängern. Das gleiche Schicksal haben auch die Gestorfer und Schulenburger Chöre. Wenn wir trotzdem in diesem Jahr insgesamt vier Konzerte „auf die Beine“ stellen, so ist dies schon etwas Besonderes. Hier gebührt unserem Chorleiter Detlef Nietsch Anerkennung und Dank für seinen Einsatz in gemeinsamen Proben. Aber auch die Bereitschaft aller Aktiven jeweils die Anreise zu den gemeinsamen Proben zu bewerkstelligen ist hervorzuheben ! hms
hms
Gefunden in einem
ostdeutschen Wochenblatt:
Tenor (3/15)
Moor (3/15)
Gartenfest (3/15)

2015: Chor im Moor oder auch Fahrt in die Fehn

Tatsächlich: Fehn heißt nichts anderes als Moor. Die vielen Orte mit der Endung –fehn sind also Orte in der morastigen (oder moorigen) Gegend Frieslands und dorthin kutschierte uns Jörg Flügel vom Reiseunter-nehmen Mundstock.
Aber noch etwas haben wir gelernt:
Ostfriesland ist nicht dasselbe wie Ost-Friesland oder gar Friesland.
Gleich nach der Fahrt aus Jever verließen wir Friesland und erreichten nun Ostfriesland (!) Wer nicht durchfindet, mag sich die nebenstehende Karte zu Gemüte führen. Man lernt nie aus.

Aber der Reihe nach:

Zu moderater Morgenzeit bei Sonne und 4 Grad Celsius starteten wir auf der Autobahn A 2 Richtung Westen. Ein erstes Gläschen Sekt im Bus war der guten Stimmung nicht abträglich und machte Appetit auf unser Frühstück auf einem Rastplatz bei Melle. Der nahe gelegene Sport-Flughafen bescherte uns mit zahlreichen Starts von allerlei mehr oder weniger flugtauglichen Geräten willkommene Unterhaltung. Beate guckt jedenfalls nicht nach dem Wetter ! Die weitere Reise an diesem und den nächsten Tagen lässt sich recht gut anhand der nachstehenden Karte verfolgen. Erstes Ziel war Papenburg.

Dem Ort sieht man den dort angesiedelten potenten Steuerzahler, nämlich die Meyer-Werft an.
Ein späterer kleiner Spaziergang durch das adrette Städtchen bestätigte den Eindruck und ließ uns bei Sonnenschein die Erzeugnisse einer Eisdiele genießen.
Aber zuvor war der Besuch der Meyer-Werft angesagt und was uns hier erwartete, war in jeder Hinsicht beeindruckend:
In zwei riesigen Baudocks sind immer mindestens zwei Schiffe gleichzeitig in Fertigung. Aktuell konnten wir die
„OVATION OF THE SEAS“
vom Besuchersteg aus bewundern. Das Schiff wird am 17.04.2016 zur Premierenkreuzfahrt starten und verfügt in 18 Decks über fast 2.100 Kabinen. Attraktionen sind u.a. ein Surf-simulator, eine Aussichtsgondel an einem riesigen Kran, reichlich Restaurant-Einrichtungen, Showbühnen, simuliertes Fallschirmspringen usw. Aber auch die Werft selbst ist gigantisch. Immer wieder spektakulär sind Schiffs-Überführungen durch die Ems.

Einigermaßen erschöpft erreichten wir schließlich unser sehr schönes Hotel in Jever, Friesland( !) das nichts zu wünschen übrig ließ. Wer nicht gerade seine Badehose vergessen hatte, genoss das schöne Schwimmbad mit Gegenstrom-Anlage, Massagedüsen und Wasserfall. Das Abendessen vom Buffet mit drei verschiedenen Sorten Hering und wahlweise Fleischgerichten nebst Beilagen fand Anklang. Nicht allen –aber mir—schmeckte auch Labskaus.
Geräumige Zimmer luden schließlich zur Nachtruhe mit überdimensional großen, dicken Kopfkissen. Nicht jedem gefiel´s, aber die ließen sich ja beiseite legen.
Für den nächsten Morgen hatte sich Mundstock einen frühen Start (um 08:30 h) ausgedacht, der aber in der Morgensonne nicht schwer fiel. Grund für den frühen Start war die gebuchte Fähre zur Insel Norderney. Das bis auf den letzten Platz mit Autos und Personen gefüllte Schiff brauchte wegen des damit verbundenen Tiefgangs und dem gleichzeitigen Niedrigwasser deutlich länger als sonst, so dass wir schließlich nach Ankunft und einer Wartezeit auf den Bus vom Hafen zum Insel-Inneren (Rosengarten) nur noch ca. 30 Minuten Aufenthaltszeit hatten. Das reichte uns aber für einen Spaziergang am Strand.
Auf der Rückfahrt erzählte uns unsere Reiseführerin während der Fahrt über endlos geradeaus führende Straßen einiges über Ostfriesland. So erfuhren wir, dass die Windräder, die die Landschaft überall „bereichern“ je ca. 4.500 Haushalte versorgen können und—wegen der beträchtlichen Höhe von ca. 180 m—mit riesigen, schweren Fundamenten versehen sind. Auch anhand des Ortsnamens „Pfalzdorf“ lernten wir einiges über die Auswanderer-Bewegung nach Amerika im 19. und zu Anfang des. 20-Jahrhunderts und der damit verbundenen bitteren Armut.

Der zweite Abend erfreute uns mit einem reichhaltigen Buffet. Gut gestärkt waren wir auf den Alleinunterhalter, namens HERO vorbereitet. Von leichter musikalischer Unterhaltung zum Essen steigerte er sich dann über zwei Stunden zur Hochform und brachte enorm Stimmung. In Erinnerung ist mir bei der Einbindung seines Publikums besonders die Bassstimme: der tiefe Refrain: Buillon !!
Schließlich sangen alle mit und zwischendurch gab es herrliche Witze.
Obwohl es in dem Hotel nicht so recht eine Bar für den „Absacker“ gab, schliefen wir auch prächtig ohne diesen auf den prallen, überdimensionalen Kopfkissen.

Der dritte Tag ging gemächlicher los. Die Sonne hatte es an diesem Morgen schwer, sich durch den Dunst zu kämpfen. Das Wetter passte aber zu dem Besuch bei dem Aalräucherbetrieb Rabben in Meyerhausen auf der gegenüberliegenden Seite von Bad Zwischenahn am Zwischenahner Meer.
Bei Tee oder Glühwein erfuhren wir, amüsant vorgetragen von einem seit 20 Jahren dort arbeitenden Chinesen alles über die Zubereitung von leckerem Fisch.

Auch das Abhäuten und Tranchieren eines Lachses wurde uns anschaulich vorgeführt. Selbstverständlich aßen wir dann zu Mittag dort auch Fischgerichte.

Ein Besuch in Ostfriesland ohne Teilnahme an einer Teezeremonie wäre nur eine halbe Sache und geht gar nicht. In Störtebekers Teestube im Ort Marienhafe waren für uns die Tische gedeckt. Auf dem roten Sofa aus Großmutters Zeit fand das „goldene Hochzeitspaar“ Platz.

Dass man Tee aufbrüht und einige Minuten ziehen lässt ist bekannt. Dass man
—je nach getrunkener Menge Tee—einfach immer wieder heißes Wasser aus einer zweiten bereitstehenden Kanne nachkippt, um den Schwund auszugleichen, hatte ich noch nicht gesehen. Bei dem Verfahren muss der Tee ja wohl immer dünner werden, aber bevor wir nur noch heißes Wasser tranken war unser Durst gelöscht. Von der übrigen Prozedur: Verwendung von Kandis (der muss knistern) und Zugabe von Sahne (auf keinen Fall umrühren) hatten wir schon gehört. Ein hausgebackenes, riesiges (aber nicht massiges) Stück Kuchen rundete die Teestunde ab.


Tenor (3/15)
Moor (3/15)
Gartenfest (3/15)

Sommerfest 2015 der Liedertafel oder
Beates rauschendes Gartenfest

Die Liedertafel feiert gern, dass ist bekannt. Dass die Feier von einem aktiven Chormitglied privat vorbereitet wurde, ist neu. Nach vielen Monaten Bauzeit für Wohnung und Garten, wollte Beate auch die Fertigstellung ihres neuen Zuhauses feiern. Klaus hatte mehrere (!!) Bierfässer aus dem Hannöverschen Brauhaus besorgt, Dagmar hatte sich beim Wurstbasar „vom Feinsten“ geben lassen. Thomas übernahm die Arbeiten am Holzkohlegrill. In netten Gesprächsrunden erlebten wir einen wunderschönen und lauen Sommerabend.
Die Liedertafel sagt: Ein herzliches Dankeschön Euch allen !